#58 Jeff Cascaro: »Love & Blues in the City«

Jeff Cascaro by Jim Rakete © 2017

Sonntag 5. November 19 Uhr  //  Sänger, Trompeter, Bochumer. Genauer: Begnadeter Sänger, toller Trompeter, typischer Bochumer und damit einer, der es an keine Glocke hängt, dass er ein toller Trompeter ist und begnadeter Sänger. Wenn man ihn zum Interview trifft  —  gibt gute Gründe, ihn zu interviewen: neues Album, mega Besetzung, exquisite Tour  —  wenn man ihn trifft, kann es passieren, dass er lieber Nat King Cole hört und kein Wort über sein neues Album verliert, keines über die mega Besetzung und die exquisite Tour, sondern darüber,„welche wahnsinnige Balance Nat King Cole hat. Eine unglaubliche Stimme, immer in der Musik, ein perfekter Sänger für mich.“ Jeff, können wir ein wenig über Jeff Cascaro sprechen? Und er: „Ella, Sarah Vaughan, Nancy Wilson, Sinatra, Joe Williams, Tony Bennett und noch ein paar andere, sie haben es unglaublich zelebriert. Zeitlos und schön!“ 

Man muss dazu sagen, Jeff Cascaro ist Professor für Gesang, er unterrichtet in Weimar an der Hochschule und er unterrichtet in Bochum am Pop-Institut. Aber eigentlich ist auch das nicht der Punkt, dass er Singen lehrt, sondern dass er übers Singen spricht, als ginge es darum, dass eine einzelne Stimme das ganze Glück dieser Welt ausdrücken könnte, das ganze Glück und den ganzen Blues. Und während man ihm zuhört, stellt man fest und kann es hören, dass es tatsächlich darum geht, dem ganzen Glück & Blues der Welt einen Ausdruck zu schenken. Dass es keinen anderen Grund gibt zu singen. Dass eine einzelne Stimme es schaffen könnte.

Und dann: Perlt diese Leidenschaft, diese Hingabe an den Ausdruck aus jedem Song des neuen Albums, das Jeff Cascaro eingespielt hat, in „Love & Blues in the City“ entströmt sie jedem Takt, es ist das Album mit der mega Besetzung:

Roberto Di Gioia und Hendrik Soll am Piano. Jörg Achim Keller und Flo Dauner an den Drums. Christian von Kaphengst am Bass, er ist der Bassist von Till Brönner, und so langsam dämmert einem, wie es dazu gekommen ist, wenn Jeff, der Bochumer, so beiläufig aufzählt, als stecke er sich eine Zigarette an, mit wem zusammen er alles Musik gemacht hat. Namen rauschen vorbei,

Fanta 4, Klaus Doldinger, Incognito, Götz Alsmann, Sasha, Paul Kuhn, Mario Biondi, Die Toten Hosen, Till Brönner, Georgie Fame, Joe Sample, Peter Herbolzheimer, Charly Mariano …

Jeff Cascaro? Bochum hat definitiv mehr Stars als man in Bochum kennt. Zeit, ein Heimspiel auszurichten für ihn, für Jeff Cascaro und sein neues Album:

Das anders ist als die Soul-Jazz-Alben zuvor, es ist luftiger und feiner geworden in den Nuancen, der Soul-Man wendet sich dem klassischen Jazz Gesang zu, er kann das, und was mehr ist, er kann es nicht „auch“, sondern es ist seine Stimme, sie hat den Soul und hat den Jazz, er sagt: 

 „Die Zeit war reif, eine jazzigere, vielleicht sogar intimere Platte aufzunehmen. Ich hatte Lust, die Stimme stärker in den Vordergrund zu stellen.“ 

Understatement der Bochumer Art, Jeff Cascaro klingt so. Love & Blues. Viel Feingefühl, elegisch groovend, daraus kann ein Swing werden, ein zupackender, dann eine fragile Ballade, sie geht über in eine bouncende Mod-Jazz-Nummer, es ist unglaublich, es klingt alles so, als könne es nicht anders klingen, diese Stimme und ihre Band sind

 „immer in der Musik“.

Und erstmals: im urban urtyp Kubus. Love & Blues an der Ruhr. 


JEFF CASCARO | Love & Blues in the City
urban urtyp #58

MIT
Jeff Cascaro | voc, tr
Hendrik Soll | pi
Christian von Kaphengst | b
Flo Dauner | dr

» Sonntag 5. November, 19 Uhr 
» Einlass 18:30 Uhr
» urban urtyp Tickets! wie immer: nur 10 € ! inkl. aller Gebühren! 
» Tickets direkt hier bei uns verbindlich reservieren: tickets@urbanurtyp.de
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