#77 Nullmillimeter

Vic­tor Kateav ©

Die Ent­fer­nung zwis­chen … und jet­zt das ganze Pro­gramm: zwis­chen nah & fern, klar & neblig, süß & sauer, alt & jung, zwis­chen Iden­tität & Iden­tität, dir & mir, uns & euch, gestern und heute, vor und nach Coro­na und so weit­er in alle Zeit, diese Ent­fer­nung beträgt Nullmil­lime­ter.

Das ist exakt null “in between”. Und ist da, wo Nullmil­lime­ter mit ihrer Musik ges­tran­det sind. Eine neue Band, eine alte. Ent­standen aus Frag­menten der ersten Gis­bert zu Knyphausen Band und Kid Kop­phausen. Ham­burg­er Szene satt. Mehr Moll als Dur, mehr Gestolper als Gestürm, aber zwis­chen bei­dem immer Nullmil­lime­ter, sie passen lock­er zwis­chen Kraft und Bruch, zwis­chen Klarheit und Nebel­wand, zwis­chen Indie und Pop und dies und das:

Wölfe sind nicht immer Rudeltiere, und manch­mal will der glück­lich­ste Teil in mir, dass ich ver­liere.”

Die Zeile ist aus “Drehen und Wen­den”. So geht Philoso­phie, Nullmil­lime­ter sind Naë­ma Fai­ka (Voc/A‑Git), Mar­cus Schnei­der (E‑Git/backing Voc), Fren­zy Suhr (Bass), Lennart Wohlt (Drums), Gun­nar Ennen (E‑Git/Backing Voc). Ihre Mes­sage an die Welt:

Wir wis­sen auch nicht mehr als alle anderen, wir haben keine Antworten und wir wollen nicht belehren, wir wollen ein­fach nur Musik machen …“

Dur­chat­men. Endlich. Wieder. Keine Beken­nt­nisse.

Keine Politkom­mis­sare und keine Heileweltvi­sionäre, null Mil­lime­ter Belehrung und null Mil­lime­ter Diskurs, stattdessen Nullmil­lime­ter­musik. Zu uns passt das wie urban zu urtyp und Gys­bert zu Knyphausen. urban urtyp ist die Indie-Rei­he an der Ruhr mit null Mil­lime­ter Belehrung und null Erziehung­spro­gramm, das aber max­i­mal streng: ein­mal im Monat immer son­ntags, immer 19 Uhr, immer 10 € und immer anders.

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