#77 Darjeeling a‑b-g-e-s-a-g‑t

Dies­seits von schwarz/weiß: Dar­jeel­ing

Wegen Coro­na, klar. Wir schauen, wie es mit uns und der urba­nen Teefrak­tion weit­erge­ht. Wird sich was find­en. Bleibt alle gesund, take care!


Im uu-Kollek­tiv gibt es 2, die hat­ten diese 3+1 ein­mal live hören wollen. Und waren erst hin und dann weg. Jung und schräg seien sie, voll­gepumpt mit Zitat­en der Musik und jen­er Gnade, die es erlaube, jede Zitier­regel zu brechen. Spiel­wütig und wüst, infan­til und ahnungs­los, frühreif und zu spät geboren und umgekehrt genau­so. Dar­jeel­ing sel­ber sagen von sich, sie span­nten ihre Werke zwis­chen Tür und Angel auf, zwis­chen repet­i­tiv­er Brachial­ität und adoleszen­tem Gegluckse, sagen wir, zwis­chen urban und urtyp. Und da passt ja nun so gut wie gar nichts zwis­chen, Dar­jeel­ing passt. Weit­er­lesen

#76 Kid Be Kid

Kid Be Kid ©

Zuerst war da: Julia Kadel, sie spielte mit ihrem Trio dieses phan­tastis­che Konz­ert im Kubus und sprach: Ihr müsste Kid Be Kid hier­her holen! Da war dann also der Name schon mal im Kubus, schön­er Name, eige­nar­tig: Kid ist nicht Kid, sei aber, die sie werde oder so. Dann: Album gehört, kindlich ist diese Musik nicht, wohl aber die Ver­spieltheit, in der sie entste­ht, wir stellen uns vor: Kid Be Kid sitzt in der Mitte ihrer Instru­mente, als habe sie Spielpup­pen um sich herum gebaut, Flügel, Syn­the­siz­er und Mikros, dazu ihre Stimme, und was man dann hört, sind viele Stim­men und Sounds und Geräusche und Rhyth­men, als seien die Dinge um einen herum beseelt. Kid Be Kid beat­boxt sie ins Leben hinein, man sieht eine Frau und hört eine Band? Eine Welt. Ohne Loops, ohne Over­dubs, ohne Pre-Record­ings. Weit­er­lesen

Shalosh

Shalosh ©

Ein Jazz-Piano-Trio? Eine Band, ein Spaß, ein post­mod­ern­er. Eine Welt aus Zitat­en und Ver­weisen, eine Jonglage mit dem, was man  –  erstens  –  ken­nt, was man  –  zweit­ens  –  ganz anders ken­nt und was man  –  drit­tens  –  kön­nte ken­nen kön­nen. Shalosh ist das hebräis­che Wort für 3, die 3 kom­men aus Tel Aviv, dieser grellen, bun­ten, tol­er­an­ten Stadt. Ein­er Stadt am Meer, übers Mit­telmeer kamen immer die fer­nen Dinge, die Sounds der Anderen. In diesem Klanggewirr  –  Ori­ent und Okzi­dent, Afri­ka und Alter­tum, Neuzeit und Nahost usw.  –  sind sie aufgewach­sen in den 90ern, 3 Fre­unde, die für Nir­vana schwärmten und für Brahms, für den Broad­way und für The Bad Plus, für Ahmad Jamal und Indie­rock, für Hip-Hop und für Old-School-Jazz, Kam­mer­musik und Clubs, anspruchsvoll und zugänglich, ver­spielt und ger­adeaus … Sie jazzen, wenn sie rock­en. Weit­er­lesen

# John Kameel Farah

John K. Farah by Leonie Hochrein ©

» Das Konz­ert im urban urtyp-Kubus hat John K. Farah heute aus ter­min­lichen Grün­den absagen müssen. Wir bedauern dies sehr, wir bleiben dran, wir wer­den ihn bei näch­ster Gele­gen­heit hier­her holen, er gehört in die urban urtyp-Rei­he. Wie es mit urban urtyp im März weit­erge­ht? Infos fol­gen. //  Max­i­mal­is­tisch sei seine Musik, sagt er sel­ber, sie ist es dank min­i­mal­is­tis­ch­er Struk­turen. John Kameel Farah, Berlin-based Kom­pon­ist und Pianist aus Kana­da, zählt zu jen­er Gen­er­a­tion von Klavieräs­theten, die klas­sisch aus­ge­bildet sind nach allen Regeln der Kun­st und im Sound der Clubs zuhause. Weit­er­lesen

Penguin Café

Pen­guin Café by Alex Kozobo­lis ©

Und noch ein uu-spezial, das Pen­guin Café Orches­tra ist Leg­ende. Es war: eine Assozi­a­tion von Musik und Musik­ern, die 1/2 Jahrhun­dert über in immer neuer Kon­stel­la­tion etwas macht­en, das sich auf keinen Begriff brin­gen ließ. Viel Folk, aber mit viel Reduk­tion und noch viel mehr Gegen­wart: PCO war, das nur mal als Beispiel, Sup­port für KRAFTWERK in dem Jahr, in dem Kraftwerk den „Trans Europa Express“ bestieg, also 1977. Ziem­lich flu­id. Und ist es noch, nur anders. Simon Jeffes, der Impres­sario des Café Ver­bun­des, starb 1997, das Pen­guin Café der Jet­ztzeit hat Arthur Jeffes eröffnet, Simons Sohn. Die Musik, die heute in seinem Café spielt, ist Weit­er­lesen

Jungstötter Review

Jungstöt­ter im Kubus gese­hen von Michael Schwettmann

Pathetisch, tragisch, sauschön. Und immerzu ver­glichen mit Nick Cave und Marc Hol­lis: “Du hältst dich mit Pathos nicht zurück”, stellte das Umagazine fest. Antwort Fabi­an Alt­stöt­ter: “Ich kön­nte da noch viel mehr in die Vollen gehen. Woher das kommt, weiß ich gar nicht so genau, aber irgend­wie habe ich schon auch einen Hang zum Kitsch. Wenn Leute etwa Scott Walk­er-Stücke als Wei­h­nachtsmusik beze­ich­nen, kann ich richtig ungemütlich wer­den: F**** euch, das ist ein­fach sauschön!” Und immer etwas düster. Hier ein paar Fotos aus der Dunkelka­m­mer von Sabine Hah­ne­feld und Michael Schwettmann: Weit­er­lesen