Review Julia Hülsmann feat The Cello Experience

The Cel­lo Expe­ri­ence by Michael Schwettmann

Sel­ten hat man so viele geschlossene Augen im Pub­likum, einen solchen Drang nach konzen­tri­ertem Erleben von Musik gese­hen. Der intime an Haus­musik erin­nernde Rah­men von urban urtyp passt per­fekt zu dieser Musik, er ist eben — ger­ade am Kein-Karnevalsson­ntag — anders.” Schreibt Hein­rich Brinkmöller-Beck­er auf nrwjazz.net. Hier erste Foto-Gale­rien von Michael Schwettmann und Sabine Micha­lak, weit­ere fol­gen: Weit­er­lesen

#62 Komfortrauschen

Kom­for­trauschen by Caren Pauli ©

11. März 19 Uhr // Drums Bass Gitarre. Min­i­mal Tech­no Live.Energetisch und deep, verz­er­rt und ver­spielt. Klingt wie aus dem Keller in den Kubus, in das urban urtyp-Klub­for­mat. Böse und stampfend, flö­tend und lieb, schön und ver­schallert. Immer elek­tro­n­isch, immer organ­isch, immer vital, unge­sund, erhol­sam. Und eben immer live: Kom­for­trauschen ist das Gegen­teil jen­er gle­ich benamten Zone, in der sich andere ein­gerichtet haben, indem sie ihre Maschi­nen auf Dauer­be­trieb stellen, diese 3 hier sind, das sagen sie sel­ber, eine tech­noid-elek­troakustis­che Tanzkapelle. Und sind auf diese Weise weit rum gekom­men in Europa und in die Tech­no-Clubs hinein und eben­so in die Jazz-Clubs, nur ins Ruhrge­bi­et haben sie es noch nie geschafft, jet­zt kom­men sie durch die härteste Tür. Und kom­men zu uns auf den Spuren von Elek­tro Guzzi und Tan­ga Elek­tra und Cats & Breakkies und DrahthausWeit­er­lesen

supp #61 The Cello Experience

The Cel­lo Expe­ri­ence by Dirk Krogull

Daniel Bran­dl an Cel­lo und Com­put­er, Giuseppe Matone an den Drums. 2 Impro­visa­teure, 1 Musik. Ein­flüsse aus Blues, Jazz, Klas­sik, Welt­musik, sie tauchen auf und wieder ab wie Far­ben im Fluss, entschei­dend ist, wie die 2 aufeinan­der reagieren. Daniel und sein Cel­lo  —  ja, Par­füm Bru­tal! uu #7!  —  Daniel und sein Cel­lo haben vor drei Jahren mit Julia Hüls­mann zusam­men gespielt, als sie “Impro­vis­er in Res­i­dence” war in Moers. Als Sup­port­er ist Daniel jet­zt zusam­men mit Giuseppe das, was im Kul­turleben ein­er Kul­turstadt der Kul­tur­dez­er­nent ist, den es in Bochum seit 10 Jahren nicht mehr gibt, die Stelle wurde, als dieser Townsend kam, de fac­to gestrichen, jet­zt sind es Daniel und Giuseppe, die einen großen Abend eröff­nen. Foto ist von Dirk Krogull, das ist der, der an 1 Abend mehr Kul­tur goutiert als ein Kul­tur­dez­er­nen­ten­darsteller wie T. in 10 Jahren.

#61 Julia Hülsmann

Julia Hüls­mann by Volk­er Beushausen

Grand Female Piano. Radikal, weil unaufgeregt, imponierend, weil ohne Gehabe, lyrisch, weil ohne Allüre. Jed­er Ton hat seinen Sinn, was unnötig ist, bleibt unge­spielt, sie beweist, dass sie keinem nichts beweisen muss. Andächtig unangestrengt, ein­nehmend melodiös, beiläu­fig vir­tu­os. Lässt sich das noch anders sagen? „Lyrik­erin des Jazz“, hat eine große Wochen­zeitung sie genan­nt, Jaz­zpodi­um hat es ähn­lich gehört Weit­er­lesen

Hans-Joachim Roedelius & Arnold Kasar

Der eine ist für die elek­tro­n­is­che Musik, was Adam für die Men­schheit war, ein Urvater, der andere ist urban urtyp #57, zusam­men sind sie “die frucht­barste und wun­der­voll­ste Koop­er­a­tion des Jahres”. Schrieb INTRO, auch SPEX usw., alle am Jubeln, wir sowieso, deshalb ein urban urtyp spezial. Tick­ets direkt hier bei uns!

Review FoG

FoG in Chris­tuskirche by Con­stan­tin Rei­neck

Sor­ry, kom­men etwas spät, die Fotos, sie sind großar­tig. Wie das Konz­ert! Hier die Gale­rien von Niko­let­ta, Michael und Olaf:  Weit­er­lesen

#60 Pari San

Was für ein Art­work! “Frozen Time” von Pari San ©

Sinnliche Songscapes zwis­chen Pop und Avant­garde. Das ist als Kurzbeschrei­bung etwas dünn aufge­tra­gen, wenn man das Art­work oben sieht. Etwas far­biger: Pari & Paul schaf­fen urban elek­trisierende Span­nungs­felder. Und jet­zt mal mit etwas mehr Barock: Sie, Paris­sa Eskan­dari, im Iran geboren, er, Paul Bren­ning, in Berlin, man kön­nte meinen, wenn man sie hört, träfe ori­en­tal­is­che Mys­tik auf preußis­che Ratio, Impul­siv­ität auf tech­nis­che Präzi­sion usw., aber nein, das trifft es auch nicht, das ist barock­er Mul­ti­kul­tik­itsch, sehr viel inter­es­san­ter ist, dass er, der gegeißelte Paul, Sounds kreiert, von denen sich tat­säch­lich denken lässt, sie seien unge­hört, ein­er­seits. Und dass ander­er­seits sie, die Mut­ter­mari-Pari, einen Gesangsstil entwick­elt hat, der an Björk erin­nert, den man so aber eben­falls noch nicht gehört hat und der in der Lage ist, die Gren­zen zu ver­schieben, an die man sich so gerne hält, dass beispiel­sweise ori­en­tal­is­che Mys­tik auf preußis­che Präzi­sion träfe usw. und direkt überm Schlag­baum reicht­en sie sich die Hand. Tat­säch­lich ver­schiebt sich am Ende nur eine Gren­ze, und das ist die zwis­chen Tag und Traum. Weit­er­lesen