#73 Moca

Moca ©

So was von unzeit­gemäß: ein Album “Wroooooooam” zu nen­nen, dann eines “Tem­po­mat”, und jet­zt  —  Titel des jüng­sten Albums  —  cruisen sie im “Cabri­o­let” durchs Kli­ma. Man hört 3-Zylin­der-Tak­te zu, und mit einem Mal denkt man: was wun­der­bar! Eiswür­fel im Glas, Cock­tail­gläs­er klir­ren, am Him­mel keine Wolke. Das Trio ist ger­ade 18 Jahre jung gewor­den, die Straße frei, also los: Es gibt, wie der Gärt­ner der Lüste über Moca sagte,

keine musikalis­chen Gren­zen, es groovt wie die Hölle.”

Der Sound, der einem so ent­ge­gen flirtet, ist funky und jazzy, ist Latin und Pop. Bre­it­wandi­ge Har­monien, fette Grooves, Down­beat trifft Uptem­po, alles mit leichter Hand gerüt­telt, nicht gerührt, immer entspan­nt und bestens gelaunt. Ein läs­sig ele­gan­ter Elec­tro-Sound, der sich  Weit­er­lesen

Brandt Brauer Frick! ein urban urtyp spezial

Daniel Brandt, Jan Brauer, Paul Frick by Max Parovsky ©

Klas­sis­che Musik, dachte man so, sei zugeknöpft. Alle Knöpfe perl­mut­tbelegt, das Leben durch­lit­ten. Tech­no, dachte man weit­er, sei schweißtreibend, die Kör­p­er ent­blößt, das Leben ein Rausch. Dann kamen BBF, seit­dem ist Tech­no Klas­sik und die Klas­sik berauscht. Brandt Brauer Frick. Streng wie Kraftwerk, alle Kör­p­er kon­trol­liert, aber dann … ! So etwa war das, als die drei  —  alle klas­sisch gebildet, Paul Frick hat 8 Jahre Kom­po­si­tion studiert  —  vor 10 Jahren im Berghain auf die Bühne trat­en und just dem Tech­no bei­bo­gen, was es mit dem Kör­p­er auf sich hat, dem eige­nen: dass er nicht nur dazu taugt, sich von Musik bewe­gen zu lassen, son­dern sel­ber Musik zu machen. Tech­no, klas­sisch erzeugt. Seit­dem gibt es eine Affäre zwis­chen Tech­no und klas­sis­ch­er Musik. Mit allem, was dazu gehört, Weit­er­lesen

Review Lea W. Frey

urban urtyp-Kubus mit Lea W. Frey & Band by Sabine Hah­ne­feld

Nicht so zugänglich wie eine Kneipe in der Vorstadt, es gibt Pop, der einen in andere Sphären trägt. Bine ist Lea dor­thin gefol­gt. Weit­er­lesen

#72 Lea W. Frey

Lea W Frey und Band ©

Entsch­iedene Entk­itschung, urban urtyp ist Großs­tadt-Pop. Beispiel Lea W. Frey & Band: kühl elek­tri­fiziert, sub­til har­monisch, eine eis­meerk­lare Stimme. Sie singt über Kli­mawan­del und Gen­tri­fizierung und, doch ja, über die Liebe und steigt dabei — klas­sisch geschult — durch 4 Oktaven hin­durch in die Stratosphäre auf. Dor­thin, wo sich der Sound mit dem von Por­tishead vere­inen mag, von Son­ic Youth oder auch mit dem von Can, den alten Kraut­trock­ern. An den Drums sitzt Andi Haberl, im Haupt­beruf spielt er für THE NOTWIST. An den Sait­en der Gitar­ren arbeit­en zwei Jazzer, und die erup­tiv­en Sounds rührt Liz Kosack an, Kün­st­lerin aus New York, sie hat sich im Ambi­ent-Bere­ich einen her­vor­ra­gen­den Namen erspielt. Das Ganze ergibt? Großs­tadt-Pop. Eigen, durch­dacht, urban. Nicht so zugänglich wie eine Kneipe in der Vorstadt, es gibt Pop, der einen in andere Sphären trägt. Weit­er­lesen

Bohren & der Club of Gore

Bohren und der Club of Gore by Kim von Coels ©

Nur noch 21 Tick­ets an der Abend­kasse ab 18 Uhr! // Ein urban urtyp spezial zum Rosen­mon­tag | Bohren ist alles mögliche nicht:  kein Jazz, kein Krach, kein med­i­ta­tives Zeugs. Auch kein Met­al, schon lange nicht mehr, kein Drone, kein Kein­jazz. Kein Ambi­ent, nur manch­mal vielle­icht. Kein Shoegaze, kein Met­all oder hat­ten wir das schon, nur ab und an ein Hauch von so etwas wie black-sab­bath-doom. Kein Rock, kein Swing, kein deutsch, kein schnell, kein langsam, viel langsamer. „Die langsam­ste Band der Welt“, schrieb SPEX ein­mal, aber woher woll­ten die das wis­sen, sie sind monatlich erschienen, für Bohren fiele sowas unter Hek­tik. Noir music? Ja, Dunkel kön­nen sie. Rid­den Jazz? Eher nicht, Bewe­gung passt nicht so. Detec­tive Jazz? Trifft es am ehesten, nur hil­ft es weit­er? Weit­er­lesen

Review Julia Kadel Trio

Kadel-Kubus: Julias Trio gese­hen von Michael Schwettmann

urban urtyp Kubus, urban urtyp Kadel: Julias Trio mit Stef­fen Roth an den Drums und am Bass mit Greg Cohen, er hat lange lange Jahre mit  —  fes­thal­ten  —   Tom Waits gespielt und mit John Zorn, mit David Byrne, mit Norah Jones, mit Bob Dylan und jet­zt eben mit Julia und Stef­fen. Fan­tastis­ch­er Abend, hier die Foto-Gale­rien von Adam Zegarmistrz Glagla und Michael Schwettmann Pho­tog­ra­phy  von Sabine Hah­ne­feld und Kurt Rade:  Weit­er­lesen